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Schüler und die Anmeldung bei Internetdiensten

Donnerstag, 16. Oktober 2008 8:26

Eine Frage bewegt mich im Zusammenhang mit der Nutzung des Internet in der Schule. Für den Zugang zu den meisten Tools brauchen die Schülerinnen und Schüler einen Account. Nehmen wir als Beispiel die gemeinsame Nutzung eines Dienstes zu Verwaltung von Bookmarks. Dafür müssen sich die Schülerinnen und Schüler anmelden. Wie ist die rechtliche Seite dabei? Die zumeist minderjährigen Schüler gehen dabei ja ein Vertragsverhältnis ein. Ist es hier nötig die Einverständniserklärung der Eltern einzuholen?

Letztlich wäre es sicherlich auch möglich alles über einen Account laufen zu lassen. Dabei handelt man sich meines Erachtens jedoch zu viele Nachteile ein. Es ist nicht mehr nachvollziehbar, wer welchen Eintrag abgelegt hat und die Schülerinnen und Schüler erleben eben gerade nicht die Interaktion, die durch solche Dienste nötig wird. Wie handhabt Ihr das in Eurem Unterricht?

Etwas anders stellt sich die Situation mit volljährigen Schülern bzw. mit Studierenden an der Uni dar. Aber auch hier könnte es sein, dass jemand nicht gewillt ist sich bei Dienst XY anzumelden. Zwangsanmeldung oder sozusagen Vertragsabschluss auf Anordnung ist finde ich keine Lösung.

Eine Ausnahme bilden auf schul- oder universitätseigenen Servern gehostete Angebote, wie moodle oder educommsy. Da hier keine Firma hintersteht kann man nötigenfalls einfach für jeden einen Account anlegen.

Thema: Fragen, Schule | Kommentare (6) | Autor:

Medienkompetenz

Mittwoch, 18. Juni 2008 11:02

Gestern habe ich, leider ohne darauf vorbereitet zu sein, meine Email Adresse in einer achten Klasse an die Tafel geschrieben, damit ich heute noch die fehlenden Exemplare einer Schüleraufgabe korrigieren kann. An dieser spontanen Aktion wurde mir deutlich, wie wichtig doch eine regelrechte Email-Einführung ist, wie Jochen sie vorschlägt.

Besonders interessant fand ich, dass fünf von sechs Schülern ihre Email-Konten bei der Micr**oft Spamschleuder Hotmail haben (Nr. 6 hatte keine eigene Adresse und schrieb über die der Eltern). Das liegt wohl am Kommunikationsverhalten der Schüler, die MSN für den einzigen Instant-Messenger halten. Außerdem benutzten ebenfalls fünf der sechs Schüler keine Anrede in den Emails, oder auch nur irgendetwas, was an einen Brief erinnerte. Natürlich trat auch noch ein Dateiformatproblem auf. Nachdem ich herausbekommen habe, dass *.wps eine Works-Datei ist, fiel es mir noch immer nicht viel leichter sie unter Linux zu öffnen. Probleme halt, die Hokey treffend als Web0.0 bezeichnet.

Bei dem ganzen Schlamassel bin ich natürlich selbst schuld, ich hätte das Ganze vorbereiten müssen und nicht so einen spontanen Schnellschuss starten sollen. Aber immerhin habe ich die Dateien nun.

Vielleicht wird das ja mit den Jahren besser (Klassen 5 und 6 machen einen Computerführerschein), aber ich kann nur Jochen zustimmen der schreibt:

Email ist ein fester Bestandteil unseres Lebens und Schüler sollten m.E. lernen, wie sie mit diesem Medium umgehen sollten.

Eigentlich sollen dieselben Schüler von mir dieses Jahr noch lernen, wie sie mit PowerPoint schöne Präsentationen erstellen. So wichtig auch diese Kompetenz ist, finde ich das korrekte und verständliche Schreiben von Emails noch wichtiger. Sonst wird unseren Schülern in Zukunft die Möglichkeit genommen, sich in einem wachsenden Medium verständlich zu machen. Aus diesem Grund möchte ich vor der Präsentationseinheit unbedingt eine Einheit zum Schreiben von Emails durchführen.

Thema: Schule | Kommentare (3) | Autor: