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Schulrückmeldungen – oder was wollen Lehrer wissen?

Mittwoch, 3. November 2010 10:41

Rückmeldungen an Lehrerinnen und Lehrer

Für meine Diss habe ich ja Daten in Schulen erhoben. Den entsprechenden Lehrerinnen und Lehrern habe ich zugesagt, ihnen eine erste Auswertung der Daten in Hinblick auf ihre Schule zukommen zu lassen. Nun sitze ich daran und merke, dass dies alles andere als trivial ist. Denn der Bericht soll natürlich auch für statistische Laien gut lesbar sein, dennoch aber die Erkenntnisse nicht verfälschen.
Ein Beispiel wären signifikante Ergebnisse und nicht signifikante Ergebnisse. Würde ich den LehrerInnnen die Informationen zu den Signifikanzniveaus ersparen und nur Balkandiagramme bieten – von denen ein Großteil der Unterschiede zum Beispiel zwischen ihrer Schule und der Gesamtstichprobe nicht signifikant ist – würden die Ergebnisse in ihrer Aussagekraft verringert bzw. nichtsignifikante Effekte dramatisiert. Hier gilt es also eine Balance zwischen Detailreichtum und Aussagekraft zu finden.

Rückmeldungen an Schülerinnen und Schüler

Auch würde ich die Ergebnisse gerne in sehr knapper Form für die Schülerinnen und Schüler aufbereiten, da ich finde, dass sie wie ich finde, ein Recht darauf haben die Ergebnisse zu erfahren. Hier stellt sich mir allerdings auch eine ethische Frage. Angenommen, der Unterricht läuft ohnehin schon schlecht und die Schülerinnen und Schüler bekommen nun noch mitgeteilt – von Seiten der Uni – dass sich ein Großteil von ihnen langweilt, kaum Freude erlebt und den Unterricht als zu fremdbestimmt erlebt, gieße ich damit nicht noch Öl ins Feuer? Sollte ich den Lehrerinnen und Lehrern lieber überlassen, welche Ergebnisse sie der Klasse mitteilen und mit der Klasse über die Ergebnisse zu sprechen?

Hier würde mich die Meinung von Lehrerinnen und Lehrern interessieren und Beispiele, wie in anderen Studien mit einer Rückmeldung an die Schülerinnen und Schüler umgegangen wurde.

Thema: Dissertation | Kommentare (1) | Autor:

Vorausschau 2010

Freitag, 22. Januar 2010 15:51

Lange habe ich nichts mehr gebloggt. Gründe sind die Üblichen: Zeitmangel, viele andere Dinge im Kopf usw. Für einen Jahresrückblick ist es jetzt zu spät.

Aber einen Blick nach vorne kann man finde ich immer noch werfen.

Was meine Diss betrifft, befinde ich mich gerade in der Erhebungsphase und klappere viele Schulen ab um dort meine Fragebögen zu verteilen und von den Schülerinnen und Schülern ausfüllen zu lassen. Das heißt, die Daten für den ersten Messzeitpunkt werde ich Anfang Februar zusammen haben.  Dann heißt es erstmal die Papierfragebögen in den Computer zu bekommen, um damit auch statistische Analysen machen zu können. Glücklicherweise wird mir dabei einige Arbeit abgenommen, da ich die Bögen “nur” einscannen muss (auch nicht ohne bei ca. 700-800 Exemplaren). Dann folgt die Verifikation dieser Daten (Kreuze, die nicht eindeutig erkannt worden sind etc). Der nächste Schritt ist die manuelle Eingabe einiger weniger handschriftlicher Informationen (Schülercode, nicht aufgeführte Sprachen …) um sie dann zusammenzuführen, um Gruppenvariablen zu ergänzen, auf Plausibilität zu prüfen und einige Items zu rekodieren. Der Weg zum nutzbaren Datensatz ist also noch etwas länger… [...]

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: