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	<title>espressodoppio &#187; e-portfolio</title>
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	<description>Verschiedenes von Promotion, Schule, Garten und der Espressomaschine</description>
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		<title>Das Portfolioparadox</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 09:31:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#ec10hh]]></category>
		<category><![CDATA[e-portfolio]]></category>
		<category><![CDATA[lehre]]></category>
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		<description><![CDATA[Am letzten Wochenende war ich auf dem Hamburger educamp (#ec10hh). Es war die erste Veranstaltung dieser Art, die ich besucht habe und es hat mir wirklich gefallen. Zur gesamten Veranstaltung vielleicht sp&#228;ter mehr. Zwar hatte ich im Vorfeld schon &#252;berlegt eine Session zu Portfolios anzubieten, mir dann aber gedacht, dass es dazu wahrscheinlich sowieso ausreichend [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		H2 { margin-bottom: 0.21cm } 		H3 { margin-bottom: 0.21cm } 		H3.western { font-family: "Arial", sans-serif } 		H3.cjk { font-family: "MS Mincho" } -->Am letzten Wochenende war ich auf dem Hamburger <a href="http://educamp.mixxt.de/" target="_blank">educamp</a> (#ec10hh). Es war die erste Veranstaltung dieser Art, die ich besucht habe und es hat mir wirklich gefallen. Zur gesamten Veranstaltung vielleicht sp&auml;ter mehr.</p>
<p>Zwar hatte ich im Vorfeld schon &uuml;berlegt eine Session zu Portfolios anzubieten, mir dann aber gedacht, dass es dazu wahrscheinlich sowieso ausreichend Angebote geben wird. Dem war nicht so. So ergab sich im Gespr&auml;ch mit <a href="http://sebastian-ploenges.com/" target="_blank">Sebastian Pl&ouml;nges</a> am Freitag ergab sich, dass auch er aus aktuellem Anlass Interesse an einer Session zu Portfolios und vor allem an der Diskrepanz zwischen offenem Format und Lenkung durch Lehrer/ Dozenten hatte. Au&szlig;erdem interessierten sich <a href="http://kerstin.mayrberger.de/" target="_blank">Kerstin Mayrberger</a> und <a href="http://mms.uni-hamburg.de/zentrale/persons/view/7" target="_blank">Christina Schwalbe</a> genau f&uuml;r diesen Bereich.</p>
<p>So entschieden wir also mehr oder weniger spontan (ich habe mir sagen lassen ein Tag vorher ist f&uuml;r ein Barcamp nicht mehr spontan <img src='http://espressodoppio-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) am Samstag eine Session anzubieten und einigten uns auf genau dieses Diskrepanz. Au&szlig;er einigen Gespr&auml;chen im Vorfeld, mal zu zweit mal zu dritt haben wir die Session nicht weiter vorbereitet.Vorab kann ich sagen es ergab sich eine interessante Diskussion an der Schnittstelle von Theorie und Praxis. <span id="more-485"></span></p>
<h2>Das Problem der inhaltlichen Steuerung oder &#8220;Wie kultiviere ich die Freiheit bei dem Zwange?&#8221;</h2>
<p>Ausgegangen sind wir alle von dem Problem, dass ein Portfolio eigentlich ein sehr offenes und pers&ouml;nliches Format ist, in dem der eigene Lernprozess reflektiert wird. Gleichzeitig stehen wir vor dem Problem, dass Portfolios wenn sie in der Schule oder Universit&auml;t eingesetzt werden h&auml;ufig auch zur Bewertung genutzt werden. Vor allem dann, wenn sie herk&ouml;mmliche Formate wie Hausarbeiten etc. ersetzen sollen. In der Diskussion kamen wir schnell dahin, dass es hier um ein grunds&auml;tzliches Problem beim Lernen handelt.</p>
<p>Ein weiteres Problem zeigt sich auf Seiten der Lernenden. So berichteten einige aus eigener Erfahrung, dass ihnen zun&auml;chst gar nicht so klar gewesen sei, was sie denn nun in so ein Portfolio / Blog reinschreiben sollen. Leitf&auml;den oder Schreibanl&auml;sse von Seiten der Lehrenden wurden hier als positiv zum Schaffen von Schreibanl&auml;ssen gewertet, die es erm&ouml;glichen dann auch freier loszuschreiben. Ein gro&szlig;er Vorteil, den ich bei Blogs als Portfolios sehe, wurde teilweise kritisiert: Die Sinnhaftigkeit von Kommentaren anderer Lernender wurde in Frage gestellt und mehr Feedback (somit auch mehr Kontrolle?) durch die Lehrenden gew&uuml;nscht.</p>
<p>Unsere Frage, die wir in die Session hineintrugen, war also, wie man mit dieser Doppelfunktion umgehen kann. Dazu stellten zun&auml;chst einige vor wie sie Portfolios in der Lehre (wenn ich es richtig verfolgt habe, gab es nur Beispiele aus der Hochschullandschaft) einsetzen. Schon hier zeigte sich, es gibt viele Formate und viele unterschiedliche Herangehensweisen vom Blog bis zu spezialisierter Software.</p>
<h2>Bewertung</h2>
<p>Im Spannungsfeld zwischen Steuerung und Selbststeuerung steht nat&uuml;rlich auch die Bewertung. Hier wurden unterschiedliche Modelle diskutiert:</p>
<ul>
<li>Selbstbewertung</li>
<li>Bewertung durch Dozent</li>
<li>Bewertung durch die Peer-Group</li>
<li>Grundlage f&uuml;r eine m&uuml;ndliche 	Pr&uuml;fung</li>
<li>Kombination der Bewertungen</li>
</ul>
<p>Das Spannungsfeld erweitert sich also neben der inhaltlichen Steuerung um den Aspekt der Bewertung und es stand die Frage im Raum, wie man ein Portfolio gleichzeitig zur individuellen Begleitung von Lernprozessen nutzen kann und als Pr&uuml;fungsinstrument einsetzen? Sicherlich ist dies gar nicht immer notwendig, aber in einigen Kontexten m. E. dennoch sinnvoll. Denn so lassen sich auf einer recht pragmatischen Ebene herk&ouml;mmliche Pr&uuml;fungsleistungen wie Hausarbeiten ersetzen.</p>
<h2>L&ouml;sungsans&auml;tze</h2>
<p>In der K&uuml;rze der Zeit schafften wir es nur zu einigen L&ouml;sungsans&auml;tzen, aber sicherlich sind die auch wieder je nach Anwendungskontext verschieden. Einen L&ouml;sungsansatz habe ich oben schon beschrieben. Um die anf&auml;nglichen Schreibblockaden zu l&ouml;sen, sind vorgegebene Schreibanl&auml;sse sicherlich ein gutes Mittel. Au&szlig;erdem bin ich der Meinung, dass dadurch die Bewertung vereinfacht werden kann. In der Diskussion fiel dabei das Schlagwort „digitales Hausaufgabenheft“ (leider wei&szlig; ich nicht mehr von wem …) Dies finde ich aber &uuml;berhaupt nicht schlimm, bietet dieses Format doch trotzdem einige Vorteile:</p>
<ul>
<li>Einbettung in digitale Medien, M&ouml;glichkeit zur Verlinkung 	von Inhalten &#8230;</li>
<li>Vernetzung: Lernende und Lehrende k&ouml;nnen sich gegenseitig im 	Verlauf des Lernprozesses kommentieren. Hier bin ich der Ansicht, 	dass gerade Kommentare von Lernenden sehr sinnvoll sind. Eine 	Vielzahl an Perspektiven wird m&ouml;glich und Lernende, die gerade am 	selben Problem „dran“ sind oder waren k&ouml;nnen sich 	unterst&uuml;tzten. Die Meinung des Lehrenden halte ich dabei f&uuml;r 	&uuml;berbewertet.</li>
</ul>
<p>Ich denke hier sind vielf&auml;ltige Zwischenformen zwischen „reinem“ Portfolio und „digitalen Hausaufgabenheften“ m&ouml;glich. So unterschiedlich wie die Anwendungskontexte sind k&ouml;nnen meines Erachtens auch die Portfolios sein (Die Beispiele reichten auch vom pers&ouml;nlichen, f&uuml;r andere nicht zug&auml;nglichen Entwicklungsportfolio zum eher an Grunds&auml;tzen des Wissensmanagements ausgerichteten Beispielen).</p>
<p>Zum Problem der Dualit&auml;t eines Portfolios, in dem der Lernprozess reflektiert wird, welches aber gleichzeitig auch bewertet wird fallen mir nur grunds&auml;tzliche Ans&auml;tze ein. Die Bewertungskriterien m&uuml;ssen offen sein. Die Idee der gegenseitigen Bewertung gef&auml;llt mir wirklich gut. Marcel Kirchner, der auch in der Session war, hat dazu gerade Bewertungskriterien erarbeitet, die ich mir in den n&auml;chsten Tagen mal ansehen werde. Gleichzeitig ist es nat&uuml;rlich wichtig deutlich zu machen, dass der Prozess im Vordergrund steht, dass nicht die Form sondern der Inhalt im Fokus steht und dass Fehler ausdr&uuml;cklich erlaubt sind, da nur durch diese gelernt werden kann.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich die M&ouml;glichkeiten, Anwendungskontexte und Adressaten von Portfolios sind, dass aber die Grundfragen prinzipiell gleich bleiben. An dieser Frage muss man sicherlich dran bleiben und ich bin gespannt, wie sich in meinem <a href="http://espressodoppio-blog.de/2010/02/blogs-als-portfolios-zur-begleitung-des-schulpraktikums/" target="_blank">aktuellen</a> Anwendungskontext diese Punkte gestalten. Vorgenommen habe ich mir aufgrund der Anregungen ein aktives Kommentieren in den Blogs der Seminarteilnehmer.</p>
<p>Eine guten Hinweis gab Sebastian noch gegen Ende der Diskussion. Es gelte die Paradoxien mit der Zeit aufzul&ouml;sen, so k&ouml;nnen anfangs z.B. Schreibaufgaben gegeben werden, die es dann erm&ouml;glichen „Flow“ zu erleben und sich evtl. weiter mit dem eigenen Portfolio zu besch&auml;ftigen.</p>
<p>Die Session empfand ich als sehr lebendig. Es war nicht falsch so spontan in so ein Gespr&auml;ch zu gehen und wir sind recht schnell auf das eigentliche Problem gekommen.  So kann ich mich Kerstins <a href="http://kerstin.mayrberger.de/blog/?p=189" target="_blank">Kommentar </a>eigentlich nur anschlie&szlig;en. Beim n&auml;chsten Mal h&auml;tte ich auch ein bisschen mehr vorbereitet, aber es lief vielleicht wegen der so spontanen Auseinandersetzung so lebhaft. Einen Dank hierf&uuml;r auch nochmal an alle Teilnehmer!</p>
<p>Christina hat schon w&auml;hrend der Diskussion angefangen im wiki die wichtigsten Punkte zu protokollieren, ich bin dann sp&auml;ter eingestiegen. F&uuml;r mich war auch dies das erste Mal, wo ich gleich parallel in ein wiki protokolliert habe und muss sagen: Es klappt.</p>
<p>Ein wichtiger Aspekt fehlt noch: Vormachen! Nur wenn anhand Beispielen gesehen wird, dass nicht immer fertige Gedanken pr&auml;sentiert werden m&uuml;ssen, dass nicht alles 100%ig fehlerfrei sein muss usw. traut man sich den Schritt nach vorne. Also: Keep on blogging!</p>
<p>Nun hoffe ich, dass die Diskussion im Netz weitergeht!</p>
<h3>Material</h3>
<ul>
<li><a href="http://educamp.mixxt.de/networks/wiki/index.ec10hh_portfolio" target="_blank">Sessiondoku </a>im wiki. Wer teilgenommen hat gerne erg&auml;nzen!</li>
<li><a href="http://www.elearning2null.de/2010/02/06/educamp-hamburg-session-wie-sinnvoll-sind-e-portfolios/" target="_blank">Blogartikel </a>von Marcel Kirchner</li>
<li><a href="http://autopoiet.de/post/379677599/ec10hh" target="_blank">Retrospektive</a> des educamps und der Session von Sebastian Pl&ouml;nges</li>
<li><a href="http://kerstin.mayrberger.de/blog/?p=189" target="_blank">R&uuml;ckblick</a> von Kerstin Mayrberger</li>
<li><a href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/schwalbe/2010/02/09/educamp-2010-kleine-nachlese/">EduCamp  2010 :: (kl)eine Nachlese</a> von Christina Schwalbe</li>
<li>Sebastian hat dankenswerterweise eine google wave zum Weiterdiskutieren eingerichtet. Einladung auf Anfrage. Ich habe &uuml;brigens noch Einladungen <img src='http://espressodoppio-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<br /><a href="http://espressodoppio-blog.de/?p=485#comments" title="Comments on &quot;Das Portfolioparadox&quot;"><img src="http://espressodoppio-blog.de/wp-content/plugins/feed-comments-number/image.php?485" alt="Comments" /></a>

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