Vorausschau 2010
Lange habe ich nichts mehr gebloggt. Gründe sind die Üblichen: Zeitmangel, viele andere Dinge im Kopf usw. Für einen Jahresrückblick ist es jetzt zu spät.
Aber einen Blick nach vorne kann man finde ich immer noch werfen.
Was meine Diss betrifft, befinde ich mich gerade in der Erhebungsphase und klappere viele Schulen ab um dort meine Fragebögen zu verteilen und von den Schülerinnen und Schülern ausfüllen zu lassen. Das heißt, die Daten für den ersten Messzeitpunkt werde ich Anfang Februar zusammen haben. Dann heißt es erstmal die Papierfragebögen in den Computer zu bekommen, um damit auch statistische Analysen machen zu können. Glücklicherweise wird mir dabei einige Arbeit abgenommen, da ich die Bögen “nur” einscannen muss (auch nicht ohne bei ca. 700-800 Exemplaren). Dann folgt die Verifikation dieser Daten (Kreuze, die nicht eindeutig erkannt worden sind etc). Der nächste Schritt ist die manuelle Eingabe einiger weniger handschriftlicher Informationen (Schülercode, nicht aufgeführte Sprachen …) um sie dann zusammenzuführen, um Gruppenvariablen zu ergänzen, auf Plausibilität zu prüfen und einige Items zu rekodieren. Der Weg zum nutzbaren Datensatz ist also noch etwas länger…
Erste Analysen und die deskriptive Beschreibung der Daten werden sicherlich spannend, da füllt sich dann die ganze Theorie mit “lebendigen” Daten. So richtig was damit anfangen werden ich allerdings erst im Sommer können, wenn auch die zweite Erhebungswelle durch ist. Dann wird es spannend, weil ich dann – zusammen mit Daten aus einer Vorläuferstudie - auch kompliziertere Modelle rechnen kann (mehrebenenanalytische latente Wachstumskurvenmodelle, also LGCM latent growth curve models mit Mplus), die auch der geschachtelten Struktur der Daten (Schüler in Klassen über 6 Messzeitpunkte) gerecht werden.
Insgesamt ist bei diesen Tätigkeiten sehr viel Handwerkliches und Organisatorisches dabei, aber auch das gehört zu den Herausforderungen solch einer Studie.
Im Herbst stehen – neben Nachwuchstagung der DGFF, der Sommerschule der DGFE, dem Bundeskongress des GMF in Augsburg und anderen Tagungen, die ich noch nicht überblicke – die Erhebung qualitativer Leitfadeninterviews für ausgewählte Fälle und im Anschluss die Transkription dieser Daten an.
“Nebenbei” versuche ich natürlich auch theoretisch und methodisch ein Stück voranzukommen und den ein oder anderen Teil schon zu Papier zu bekommen.
Der Rest des laufenden Wintersemesters und das Sommersemester werden weiterhin von der Begleitung des Schulpraktikums, das ich anbiete, bestimmt werden. Im Februar gehen die Studentinnen in ihre Schule und unterrichten. Wenn alles klappt, werden die Praktikumsberichte/ Portfolios begleitend als Blogs geführt. Die Frage ob öffentlich oder passwortgeschützt wird nächste Woche noch diskutiert.
Ein Tandemsprachkurs wird wahrscheinlich auch wieder stattfinden und von mir betreut werden.
Ich werde versuchen mich auch weiter dem Spanischlernen zu widmen. In der nächsten Woche steht die Abschlussprüfung für den ersten Kurs (A1) an.
Außerdem habe ich mich für das Sommersemester für den berufsbegleitenden Masterstudiengang “Master of Higher Education) beworben. Auch dort bin ich gespannt, was mich erwartet. Ich erhoffe mir Anregungen für die eigene Lehre und nochmal einen etwas systematischeren Zugriff auf e-learning und Co. im Modul “Medienkompetenz”.
Natürlich soll auch weiter fotografiert werden eine symbolischee Aufforderung immer wieder daran zu denken, ist sicher das Projekt “Ten Topics Ten Photos” (erste Ergebnisse bei flickr). Es gibt 10 Themen, zu denen im Laufe des Jahres jeweils 10 Fotos gemacht werden.
Natürlich sollte auch nicht vergessen werden, dass die Erde nicht das ganze Jahr gefroren bleibt, die Bäume und Sträucher nicht ohne Blätter bleiben und das Unkraut auch nicht unter dem Schnee versteckt bleiben wird. Im Garten wird es also mehr als genug zu tun geben.
Es wird deutlich: Es gibt einiges zu tun. Anpacken ist die Devise!
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