Tandem Aix/Marseille – Hamburg 2009

Via Twitter haben einige schon mitbekommen, dass ich in diesem Jahr einen Tandemsprachkurs organisiert habe. Das Prinzip ist so einfach wie effektiv. Eine Gruppe deutscher Studierender (hier: Hamburg) macht einen Austausch mit einer Gruppe frz. Studierender (hier Aix/Marseille) die Teilnehmerinnen nehmen sich gegenseitig auf und verbringen so viel Zeit miteinander, in der sie die Möglichkeit haben die jeweils andere Sprache zu lernen. So weit so bekannt. vue panoramique de notre dame de la garde sur Marseille Bei einem Tandemkurs wird dieses Prinzip noch auf die vormittägliche Arbeit im Sprachkurs ausgeweitet. Immer in Zweiergruppen wird zu unterschiedlichsten Sprechanlässen gearbeitet. Dabei muss drauf geachtet werden, dass beide Sprachen zum Zuge kommen. Durch die Förderung durch das Deutsch-Französische-Jugendwerk wird das ganze für die Studierenden auch noch sehr erschwinglich.

Auch für mich war der Kurs eine in vielerlei Hinsicht eine interessante Erfahrung. Es war wirklich spannend zu beobachten, wie jeder in sprachlicher Hinsicht Fortschritte machte und die Teilnehmerinnen sich gegenseitig immer besser kennenlernten.

Provenzalische Farben

Was ich vorher wirklich unterschätzt habe ich das Konfliktpotential was so ein Austausch bieten kann. Gerade – aber nicht nur – Teilnehmerinnen, die noch nicht so viel Auslandserfahrungen sammeln konnten, hatten mit einigen interkulturellen Konfliktsituationen zu kämpfen. In der Zeit bis zum nächsten Kurs sollte ich also vielleicht einen Kurs zur Konfliktbewältigung besuchen…

Der Kurs dauerte insgesamt zwei Wochen. Die erste Woche in Frankreich, die zweite dann in Deutschland. Ich persönlich konnte eine Region Frankreichs entdecken, die ich noch nicht kannte. Besonders gut hat mir Marseille gefallen, über das viele so sehr schimpfen. Aber auch Aix und die Provence gefielen mir gut.

Gleich im Anschluss empfingen wir dann die Franzosen in Hamburg und absolvierten Standardprogramm (Hafenrundfahrt, Treetbootfahren…) und unübliches (Madboy im Abaton, Gemeinsames Kochen in einer Großküche).

Insgesamt sind zwei Wochen am Stück aber sehr anstrengend und so werden wir versuchen im nächsten Jahr ein paar Wochen Pause dazwischen zu lassen.

Mit Klassenreisen hatte ich ja bislang schon einige Erfahrungen, aber das Reisen mit Studierenden war für mich etwas vollkommen neues. Aber es macht sicherlich genauso viel Spaß. Die Studierenden haben es auch echt gut geschafft zwischen dem recht privaten Umgang unterwegs und der Arbeit im Kurs zu unterscheiden. Mal sehen wie es wird wenn ich eine Teilnehmerin im Seminar wiedertreffe.

Einige Fotos konnte ich zwischendurch auch machen, mehr gibt es in der entsprechenden flickr Sammlung:

Vieux Port Marseille am Abend

P9183851

Marseille - Vieux Port

Gare St. Charles à Marseille

Papstpalast Avignon

Innenhof des Papstpalastes

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