Nachlese zum DGFF-Kongress 2009 in Leipzig

Vom 30. September bis 03. Oktober 2009 fand an der Universität Leipzig der 23. Kongress für Fremdsprachendidaktik der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung (DGFF) statt. Vorgeschaltet war am ersten Tag eine Nachwuchstagung. Von dieser Tagung an der ich als Zuhörer teilgenommen habe und auf der ich einen Vortrag gehalten habe, konnte ich einige Eindrücke mitnehmen. Zum einen in fachlicher Hinsicht zum anderen in Hinblick darauf, dass der Staffelstab an die Uni Hamburg weitergegeben wurde und wir dort den nächsten Kongress 2011 ausrichten und organisieren werden. Mit diesem Hintergrund schaut man sich eine solche Tagung natürlich nocheinmal anders an.

Ich hatte das Glück auf dieser Tagung mein Dissertationsprojekt vorzustellen. In der AG der Nachwuchstagung unter dem Thema “Mixed Methods Research” fanden sich einige interessierte Zuhörer ein. Hier meine Präsentation via slideshare:

Im Anschluss an meinen Vortrag konnte bekam ich in der Diskussion einige konstruktive Hinweise.  Gerade bei so einem sensiblen Thema wie dem Bereich der Emotionen blieb natürlich auch Kritik an der Herangehensweise mittels Fragebögen nicht aus. Ich denke aber, dass es eine einzigartige Chance ist, dass ich auf Daten aus der sechsten Klasse aufbauen kann und so die Möglichkeit zu einem Längsschnitt gegeben ist. Auf diesen Ergebnissen wird sich sicherlich mit Studien aufbauen lassen, die etwas mehr in die Tiefe gehen und Emotionan auch in ihrer qualitativen Dimension genauer erfassen. Zum Teil werde ich das ja auch im qualitativen auf Interviews basierenden Teil der Arbeit tun.

Hilfreich war auch – mal wieder – der Hinweis, dass es sich bei einer Diss letztlich nur um eine Qualifikationsarbeit handelt, in der man nicht alles erforschen kann.

Ein weiterer wichtiger Hinweis war, dass es besonders bei neuen Themen wichtig ist, die theoretische Fundierung der Arbeit besonders sorgfältig zu erarbeiten.

Auf zwei interessante Formate bin ich während der Tagung gestossen zum einen war das ein “Open Space” (mehr Infos bei wikipedia) eine recht offene Form Informationen bzw. Fragen zu organisieren, die mich ein wenig an das Barcamp Prinzip erinnert und so auch in durchorganisierte Tagungen ein wenig Offenheit bringt. Leider war diese Veranstaltung  nicht so gut besucht, wie sie es verdient hätte.

Zum anderen war das eine Posterpräsentation im Plenum (leider direkt im Anschluss an den anregenden und gut besuchten Vortrag von Michael Tomasello). Jeder Vortragende hatte die Möglichkeit kurz auf sein Poster hinzuweisen und die wichtigsten Thesen zusammenzufassen. Ich denke die Aufmerksamkeit für die Poster, die sonst ja eher nur am Rande / in der Ecke hängen lässt sich so steigern.

Insgesamt war es eine spannende und gut organisierte Tagung. Es wird eine Herausforderung die Organisation für 2011 zu übernehmen.

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Autor: Christian
Datum: Donnerstag, 8. Oktober 2009 15:00
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  • Auf die Ergebnisse deiner Studie bin ich sehr gespannt. Hab gerade ne 6. Klasse, und die Unterschiede zu den beiden 9. Klassen (einmal 2.FS, einmal 3.FS) sind groß! Aber das ist ja nur mein rein subjektiver Eindruck. Die wissenschaftliche Überprüfung interessiert mich daher sehr.
  • Diesen subjektiven Eindruck teilen sicher viele. Gerade deshalb finde ich es so spannend dieses Gebiet einmal systematisch zu untersuchen.
  • Huch. Das ist ja komisch.
    Ich bin auch Mitglied in der DGfF. Aber das ist die "Deutsche Gesellschaft für Flöte e.V."
    *gg*
  • Über die Gesellschaft bin ich auch schon ein paar Mal gestolpert...

    2009/10/13 Disqus <>:
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