Vor einiger Zeit habe ich ja schon mal über das Trinken im Unterricht berichtet und wie ich damit umgehe. Nun trudelt hier gerade via Twitter (@ScienceBlogs_de) ein Artikel aus der Süddeutschen zu einem Getränk, zu dem die Schülerinnen und Schüler (oder deren Eltern) gerne greifen, ein. Benannt nach einer Stadt im schönen Italien, geschmückt mit hübschen Abbildungen von saftigen Orangen oder anderen Früchte und gefüllt mit 2 Esslöffeln Fruchtsaft, knapp 7 Stücken Würfelzucker, viel Wasser und einigen Aromastoffen. Der Artikel bringt jetzt keine umwerfenden Neuigkeiten, ist aber eine ganz gut Argumentationsgrundlage, wenn man mit Schülern oder Eltern über das Thema sprechen möchte.
Bei mir klappt es mittlerweile ganz gut, es tauchen fast nur noch Wasser oder Apfelschorle auf, aber es kommen ja neue Klassen, die auch einen kleinen Hinweis gebrauchen können.
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Ich finde diese Trinkmanie ehrlich gesagt lächerlich. Ich bitte die Schüler, während meines Unterrichts weder zu essen noch zu trinken. Und sie halten sich meist dran. Das permanente Trinken ist erst vor etwa 15 Jahren aufgetaucht, als die Getränkenindustrie uns weismachte, dass permanent trinken eine lebensbestimmende Notwendigkeit ist. Das mag für 80jährige gelten, aber für Jugendliche?
Ich finde diese Trinkmanie ehrlich gesagt lächerlich. Ich bitte die Schüler, während meines Unterrichts weder zu essen noch zu trinken. Und sie halten sich meist dran. Das permanente Trinken ist erst vor etwa 15 Jahren aufgetaucht, als die Getränkenindustrie uns weismachte, dass permanent trinken eine lebensbestimmende Notwendigkeit ist. Das mag für 80jährige gelten, aber für Jugendliche?
@Jean-Pol: Also lächerlich finde ich das eigentlich nicht. Mir fällt selbst auf, dass ich wenn ich den ganzen Vormittag im Büro sitze und vor lauter Arbeiten das Trinken vergesse langsam etwas “dösig” werde und definitiv weniger leistungsfähig bin, als wenn ich zwischendurch trinke.
Klar könnten die Schülerinnen und Schüler in der Pause mehr trinken, aber gerade die Kleinen haben da meist völlig andere Sachen zu tun. Entweder rennen sie uns Lehrern wegen irgendwelchen Sachen hinterher oder es gibt 1000 wichtige Dinge zu tun oder zu besprechen.
Mich stört das Trinken überhaupt nicht, wobei klar sein muss, dass es in bestimmten Phasen des Unterrichts vielleicht weniger angebracht ist als in anderen – aber das spielt sich ein. Die Frequenz in der die Toilette aufgesucht werden muss hat sich dadurch übrigens nicht erhöht.
Der Hinweis auf die Getränkeindustrie ist richtig, wie ich in einem anderen Beitrag schon schrieb.
@Jean-Pol: Also lächerlich finde ich das eigentlich nicht. Mir fällt selbst auf, dass ich wenn ich den ganzen Vormittag im Büro sitze und vor lauter Arbeiten das Trinken vergesse langsam etwas “dösig” werde und definitiv weniger leistungsfähig bin, als wenn ich zwischendurch trinke.
Klar könnten die Schülerinnen und Schüler in der Pause mehr trinken, aber gerade die Kleinen haben da meist völlig andere Sachen zu tun. Entweder rennen sie uns Lehrern wegen irgendwelchen Sachen hinterher oder es gibt 1000 wichtige Dinge zu tun oder zu besprechen.
Mich stört das Trinken überhaupt nicht, wobei klar sein muss, dass es in bestimmten Phasen des Unterrichts vielleicht weniger angebracht ist als in anderen – aber das spielt sich ein. Die Frequenz in der die Toilette aufgesucht werden muss hat sich dadurch übrigens nicht erhöht.
Der Hinweis auf die Getränkeindustrie ist richtig, wie ich in einem anderen Beitrag schon schrieb.
Mit dem Trink- und Essverbot werde ich es mir noch einmal überlegen. Vielleicht hänge ich einer Durchhalteideologie nach, die nicht mehr aktuell ist. Mir kommt das Ganze jedenfalls sehr “verweichlichst” und “wehleidig” vor, aber es mag sein, dass ich mich täusche.
Mit dem Trink- und Essverbot werde ich es mir noch einmal überlegen. Vielleicht hänge ich einer Durchhalteideologie nach, die nicht mehr aktuell ist. Mir kommt das Ganze jedenfalls sehr “verweichlichst” und “wehleidig” vor, aber es mag sein, dass ich mich täusche.
An sich sollte es doch physiologisch reichen, alle 45 min 5 Minuten zeit zu haben, um zu essen und zu trinken. Ich kann mir schwer vorstelklen, dass es physiologisch notwendig sein soll, dass man im 5-Minuten-Takt Zugriff auf Trinkbares zu haben – v.a. wenn Zucker drin ist hat da sicher ein Zahnarzt noch mal ne ganz eigene Meinung dazu.
Mein problem mit Essen bim Unterricht ist, dass ich gerde in den Fremdsprchen gern jeden jederzeit anprechen können möchte und ungern warte, bis grad jemand zufällig den Mund leer hat.
Ausgenommen wahren an sich immer nur Halsbombons bei passender Gesundheitslage
(Ud wer Kaugummi für gehirnfördernd hält, der sll mal seine Klasse alle Schulbänke auf den Kopf stellen lassen.)
An sich sollte es doch physiologisch reichen, alle 45 min 5 Minuten zeit zu haben, um zu essen und zu trinken. Ich kann mir schwer vorstelklen, dass es physiologisch notwendig sein soll, dass man im 5-Minuten-Takt Zugriff auf Trinkbares zu haben – v.a. wenn Zucker drin ist hat da sicher ein Zahnarzt noch mal ne ganz eigene Meinung dazu.
Mein problem mit Essen bim Unterricht ist, dass ich gerde in den Fremdsprchen gern jeden jederzeit anprechen können möchte und ungern warte, bis grad jemand zufällig den Mund leer hat.
Ausgenommen wahren an sich immer nur Halsbombons bei passender Gesundheitslage
(Ud wer Kaugummi für gehirnfördernd hält, der sll mal seine Klasse alle Schulbänke auf den Kopf stellen lassen.)
Zucker sollte definitiv nicht drin sein, ich weiß in Apfelschorle ist auch Fruchtzucker, aber mein Argument dafür, dass Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht trinken dürfen ist, dass kurze Pausen meist für Raumwechsel etc. drauf gehen und dann das Trinken eher auf der Strecke bleibt. Ähnliches gilt für große Pausen, in denen sicher oft andere Dinge anstehen.
Essen dagegen ist in Mittagspause o.ä. möglich und gerade Schüler haben leichter ein Hungergefühl und wissen somit wann sie essen müssen. Durst ist dagegen – habe ich mir sagen lassen – eher schon ein Alarmsignal des Körpers und schwieriger wahrzunehmen (ich hoffe, dass ich hier keiner Lüge der Getränkeindustrie aufgesessen bin…)
Allerdings habe ich klar geregelt, dass die Schülerinnen und Schüler a) nicht trinken, wenn es aktive Sprechphasen gibt und b) nicht ständig an der Flasche hängen / rumnuckeln sondern kurz zwischendurch einen Schluck nehmen und dann ist gut.
Kaugummi geht gar nicht – man stelle sich vor man unterrichtet eine wiederkäuende Kuhherde.
Zucker sollte definitiv nicht drin sein, ich weiß in Apfelschorle ist auch Fruchtzucker, aber mein Argument dafür, dass Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht trinken dürfen ist, dass kurze Pausen meist für Raumwechsel etc. drauf gehen und dann das Trinken eher auf der Strecke bleibt. Ähnliches gilt für große Pausen, in denen sicher oft andere Dinge anstehen.
Essen dagegen ist in Mittagspause o.ä. möglich und gerade Schüler haben leichter ein Hungergefühl und wissen somit wann sie essen müssen. Durst ist dagegen – habe ich mir sagen lassen – eher schon ein Alarmsignal des Körpers und schwieriger wahrzunehmen (ich hoffe, dass ich hier keiner Lüge der Getränkeindustrie aufgesessen bin…)
Allerdings habe ich klar geregelt, dass die Schülerinnen und Schüler a) nicht trinken, wenn es aktive Sprechphasen gibt und b) nicht ständig an der Flasche hängen / rumnuckeln sondern kurz zwischendurch einen Schluck nehmen und dann ist gut.
Kaugummi geht gar nicht – man stelle sich vor man unterrichtet eine wiederkäuende Kuhherde.
ich finde wenigstens trinken sollte man dürfen,
weil es lebenswichtig ist und das gehirn hat ewas zu bearbeiten .
aber essen würde ich auch nein sagen weil dann jeder schmatz und sich nur auf das leckere konzentriert (:
ich finde wenigstens trinken sollte man dürfen,
weil es lebenswichtig ist und das gehirn hat ewas zu bearbeiten .
aber essen würde ich auch nein sagen weil dann jeder schmatz und sich nur auf das leckere konzentriert (: