Erfahrungen mit Schülerfeedback
Im Staatsexamen hab ich eine Klausur zu Feedbackmethoden im Unterricht geschrieben, weil mich damals das Thema schon interessierte. Ziel ist es die „didaktische Kompetenz”1 von Schülerinnen und Schülern zu nutzen und sie durch systematisiertes Feedback den Unterricht mitgestalten zu lassen. Schüler wissen meist sehr genau, was im Unterricht gut gelaufen ist und was weniger gut. Häufig haben sie auch Ideen, wie der Unterricht zu verbessern ist. Dieses Wissen nicht zu nutzen ist meines Erachtens Verschwendung. Wichtig ist es dabei, dem Feedaback auch Konsequenzen folgen zu lassen und nicht die Ideen der Schüler wieder versickern zu lassen.
Nun habe ich mein erstes Experiment mit Schülerfeedback gemacht. Dafür habe ich eine sehr einfache Form gewählt, die mir als Anfänger (auch die Schüler sind, wie sie sagten, Anfänger was Feedback angeht) sinnvoll erscheint. Dafür sollten die Schüler auf anonymen Zetteln drei positive Dinge über den Unterricht und drei Dinge, die sich ändern sollen vermerken.
Trotz Ferien konnte ich meine Neugierde nicht zügeln und bin jetzt schon gespannt auf eine genauere Auswertung der Feedbacks. Erste Ergebnisse bei einer schnellen Durchsicht sind, dass die Schüler sich mehr Tafelanschriften wünschen, gerade was die Grammatik anbelangt. Interessant ist, dass dies ohnehin ein Bereich ist, in dem ich sehr unsicher bin. Was gehört am die Tafel, was steht besser im Buch? Wie bringe ich die Dinge verständlich an die Tafel?
Über die genauere Auswertung und vor allem die Umsetzung der Ergebnisse nach den Ferien werde ich hier selbstverständlich berichten.
1Meinert A. Meyer und Ralf Schmidt, Hrsg.: Schülermitbeteiligung im Fachunterricht. Englisch, Geschichte, Physik und Chemie aus der Perspektive der Lehrer und Schüler. Opladen, Leske + Budrich 2000 (Studien zu Bildung und Gesellschaft, Band 22)
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Hi, wie benutzen diese Feedback-Methode bei unseren kleinen Vorlesungen. Wir nennen es OneMinute-Feedback. Wir teilen in der Vorlesung kleine Zettel mit vier Fragen aus.
* Was waren die 3 wichtigsten Lernpunkte der heutigen Veranstaltung?
* Was ist unklar geblieben?
* Was hat Ihnen gut gefallen bzw. was war erfreulich
* Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie?
Ein Student sammelt die Zettel am Schluss ein wertet diese aus. Die Auswertung wird im “Lernraum” online gestellt und am Anfang der nächsten Vorlesung geht der Prof. auf das Feedback ein. Das kommt bei den Studierenden sehr gut an und wird als positiv in den Evaluationen bewertet.
Beste Grüße MOsWorld
Hi, wie benutzen diese Feedback-Methode bei unseren kleinen Vorlesungen. Wir nennen es OneMinute-Feedback. Wir teilen in der Vorlesung kleine Zettel mit vier Fragen aus.
* Was waren die 3 wichtigsten Lernpunkte der heutigen Veranstaltung?
* Was ist unklar geblieben?
* Was hat Ihnen gut gefallen bzw. was war erfreulich
* Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie?
Ein Student sammelt die Zettel am Schluss ein wertet diese aus. Die Auswertung wird im “Lernraum” online gestellt und am Anfang der nächsten Vorlesung geht der Prof. auf das Feedback ein. Das kommt bei den Studierenden sehr gut an und wird als positiv in den Evaluationen bewertet.
Beste Grüße MOsWorld
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Ich bin gespannt auf Deine Auswertung. Auch im Studium habe ich öffters nach meinem Referat einen Fragebogen rausgegeben. Ich fand es sehr aufschlussreich. Ebenso habe ich feststellen müssen, das Schüler sehr wohl präzise die Stärken und Schwächen bei einem Lehrer erkennen…
Hm, leider ist der Artikel ja schon ein Jahr alt. Da müsste ich tatsächlich noch mal in meinen Unterlagen und meinem Gedächtnis kramen. Letztlich haben wir aufgrund ihrer Kritik und Wünsche einen Abmachung getroffen. So kam bei den SuS (bei mir natürlich auch
der Wunsch nach mehr Ruhe auf (bei 33 SuS in der 9. Stunde echt nicht selbstverständlich) gleichzeitig habe ich mich verpflichtet mehr an die Tafel zu schreiben und genau zu kennzeichnen, was besonders wichtig ist (Die SuS wünschten sich “rote Kästchen”)
Dann ging es glaube ich noch um Tage an denen sie es nicht schaffen Hausaufgaben zu machen, weil sie bis 16h in der Schule sind und darum, dass sie sich Kontrolle wünschten (!) als Selbstdiziplinierung, ob sie ihre Hausaufgaben gemacht haben.