Beiträge vom Oktober, 2008

Dropbox: Immer die richtigen Daten zur Hand

Donnerstag, 16. Oktober 2008 16:15

Dropbox ist ein Tool, das mir die Arbeit in der Schule und im Unterricht in letzter Zeit enorm erleichtert hat. Kurz gesagt ist die Dropbox eine Online-Festplatte, die hilft die Dateien zwischen verschiedenen Rechnern zu synchronisieren. Besonders interessant finde ich, dass sie sowohl mit Linux (hauptsächlich Gnome, andere DE sollen über Umwege auch gehen, sogar von der Kommandozeile) als auch mit Mac und Windows funktioniert und angenehm in den vorhandenen Dateimanager integriert wird.

Dropbox unter Linux

Dropbox unter Linux

Nun etwas genauer. Herunterladen kann man die Dropbox auf der Seite getdropbox.com. Dort ist auch ein Video verlinkt, das nochmal genau zeigt, wie die Dropbox funktioniert. Ist das Programm ersteinmal installiert und mit dem jeweiligen Computer verbunden, werden Dateien die man in einem bestimmten Ordner speichert automatisch hochgeladen, wenn sie sich verändert haben. Meldet man sich nun mit einem anderen Computer an, den man ebenfalls mit der Dropbox verbunden hat, so werden die Dateien auch auf diesem aktualisiert. Soweit schon mal sehr praktisch. Ich nutze das so, dass ich alle Dateien, an denen ich im Moment arbeite in der Dropbox habe. So habe ich auf allen Rechnern/ Betriebssystemen immer die aktuelle Version von Arbeitsblättern, Klausuren, Hintergrundinformationen, Mindmaps etc. Kostenlos hat man Platz für 2 GB1. [...]

Thema: Computer, Schule | Comments | Autor: Christian

Schüler und die Anmeldung bei Internetdiensten

Donnerstag, 16. Oktober 2008 8:26

Eine Frage bewegt mich im Zusammenhang mit der Nutzung des Internet in der Schule. Für den Zugang zu den meisten Tools brauchen die Schülerinnen und Schüler einen Account. Nehmen wir als Beispiel die gemeinsame Nutzung eines Dienstes zu Verwaltung von Bookmarks. Dafür müssen sich die Schülerinnen und Schüler anmelden. Wie ist die rechtliche Seite dabei? Die zumeist minderjährigen Schüler gehen dabei ja ein Vertragsverhältnis ein. Ist es hier nötig die Einverständniserklärung der Eltern einzuholen?

Letztlich wäre es sicherlich auch möglich alles über einen Account laufen zu lassen. Dabei handelt man sich meines Erachtens jedoch zu viele Nachteile ein. Es ist nicht mehr nachvollziehbar, wer welchen Eintrag abgelegt hat und die Schülerinnen und Schüler erleben eben gerade nicht die Interaktion, die durch solche Dienste nötig wird. Wie handhabt Ihr das in Eurem Unterricht?

Etwas anders stellt sich die Situation mit volljährigen Schülern bzw. mit Studierenden an der Uni dar. Aber auch hier könnte es sein, dass jemand nicht gewillt ist sich bei Dienst XY anzumelden. Zwangsanmeldung oder sozusagen Vertragsabschluss auf Anordnung ist finde ich keine Lösung.

Eine Ausnahme bilden auf schul- oder universitätseigenen Servern gehostete Angebote, wie moodle oder educommsy. Da hier keine Firma hintersteht kann man nötigenfalls einfach für jeden einen Account anlegen.

Thema: Fragen, Schule | Comments | Autor: Christian

Verzeichnis twitternder Lehrer?

Mittwoch, 15. Oktober 2008 17:48

Nachdem bei twitter nun so viele Lehrer, Professoren, Doktoranden, Studenten und sonstige in der Lehre oder Forschung tätige vertreten sind und bereits häufig sehr interessante Anregungen und Diskussionen ermöglicht worden sind, stelle ich fest, dass es insgesamt mehr oder weniger zufällig ist, wem man bei twitter über den Weg läuft. Die Chancen stehen also gut, dass dort noch viele Lehrer unterwegs sind, denen ich nur nicht begegnet bin. So kam mir heute die Frage, ob nicht eventuell ein Verzeichnis der twitternden Lehrer usw. sinnvoll wäre.Deshalb möchte ich diese Idee hier zur Diskussion stellen.

Oder gibt es so was schon? Spannend wäre eine Aufteilung nach Fächern bzw. die Möglichkeit mehr Informationen unterzubringen, als es in der kurzen bio Zeile möglich ist. Wie ließe sich so etwas realisieren? Vielleicht mit einem Wiki?

Oder steht so ein ja doch recht statisches Verzeichnis der ganzen Idee von twitter vollkommen entgegen? Geht dann das Intuitive verloren? Ich finde es ja sonst auch spannend auf welchen verschlungenen Wegen man zu manchen Leute bei twitter findet.

Ich freue mich auf viele Beiträge zu dieser Idee.

Nachtrag: Eine anfängliche Sammlung existiert schon im Weiterbildungsblog via scheppler (siehe auch Kommentar unten).

Thema: Computer, Promotion, Schule | Comments | Autor: Christian

Rollenverschiebung

Mittwoch, 15. Oktober 2008 16:40

Vorhin ging ich über den Campus und auf einmal sagt jemand Hallo zu mir. Ich schaue sie an und denke “hm das Gesicht kennst Du, aber woher?”.

Sie sagt: Kennen sie mich noch?

Ich denke: Seh’ ich schon so alt aus, dass ich auf dem Campus gesiezt werde?

und antworte: Ehrlich gesagt, kann ich dich nicht einordnen

Sie: Waren ja auch nur drei Wochen …

Ich (immer noch rätselnd): Nein tut mir leid, keine Ahnung.

Sie: Sie haben mich letztes Jahr in Geschichte unterrichtet.

An dieser Stelle fiel dann der Groschen und ich hatte eine Erklärung für das Siezen. Eigentlich ja logisch, dass die Abiturienten bald danach an der Uni wiederzutreffen sind. Aber ganz gefasst war ich nicht drauf.

Thema: Alltag, Schule, Uni | Comments | Autor: Christian

Sitzordnung

Dienstag, 14. Oktober 2008 17:26

Nachdem mir in einer Klasse das Gequatsche zuviel wurde, habe ich über eine neue Sitzordnung nachgedacht. Mir war schnell klar, dass die Schülerinnen und Schüler diese nur akzeptieren werden, wenn sie in irgendeiner Form bei der Erstellung der Sitzordnung beteiligt werden.

Da ich als Fachlehrer keinen Einfluss darauf habe, wie die Tische gestellt werden, muss ich mich damit abfinden, auch wenn ich gerne einmal die Klippert’sche Sitzordnung ausprobiert hätte, die mir wegen ihrer Flexibilität zusagt. So musste ich mich mit der klassischen U-Form mit einigen frontal ausgerichteten Tischen begnügen.

In einem ersten Schritt ließ ich die Schülerinnen und Schüler aufschreiben, neben wem sie besonders gut lernen könnten (die Formulierung neben wem sie gerne sitzen würden vermied ich extra). Hier kamen größtenteils sehr vernünftige Antworten heraus. Einige schrieben tatsächlich sie könnten alleine am besten lernen. Ein Problem war, dass einige vergaßen, ihren eigenen Namen auf die Zettel zu schrieben. Der Vorteil hieran war, dass ich so bereits funktionierende Teams nicht auseinanderreißen brauchte.

Zu Hause sortierte ich dann diese Wünsche danach, wen ich gerne vorne sitzen hätte, wer es hinten aushalten kann, wer so groß ist, dass er am besten am Rand aufgehoben ist etc. und erstellte hieraus eine Sitzordnung, die ich für alle kopierte.

In der nächsten Stunde konnte sich nun jeder orientieren, an welchem Platz er oder sie sitzt. Da man es nicht allen recht machen kann, konnten nun alle Unzufriedenen ihre Änderungswünsche auf dem Plan vermerken. Allerdings nur, wenn sie mir eine sinnvolle Begründung für den Änderungswunsch liefern konnten. Auf diese Weise bekam ich nur einen einzigen Änderungswunsch zurück.

Meiner Meinung hat das ganze einige Vorteile:

  1. Den Schülerwünschen kann im Wesentlichen entsprochen werden, ohne pädagogische Wünsche des Lehrers unberücksichtigt zu lassen.
  2. Die Schüler können sich (hoffentlich) mit dieser Sitzordnung identifizieren, weil sie sie ja mitbestimmt haben.
  3. Schließlich geht das Verfahren relativ schnell und durch die Mitbestimmung tatsächlich ohne (!) Diskussion vonstatten.

Beim Recherchieren was andere zu diesem Thema geschrieben haben, stieß ich auf den Sitzplan-Manager (via: The Digital Nomad), den ich allerdings noch nicht ausprobiert habe. Allerdings nehme ich an, dass das Zeichnen auf Papier fast schneller geht, als alle Werte einzugeben.

Wie haltet Ihr das mit der Sitzordnung? Auf Kommentare bin ich gespannt. Außerdem bin ich gespannt, ob und wie sich die Schülerinnen und Schüler in ihrem Feedback zur Sitzordnung äußern.

Thema: Schule | Comments | Autor: Christian